Nitrit im Aquarium

Den Nitritpeak verstehen – und sicher durch die Einlaufphase kommen.

Das Wichtigste vorab

Nach der Neueinrichtung eines Aquariums tritt häufig ein vorübergehendes, aber gefährliches Problem auf: der sogenannte Nitritpeak. Er entsteht, weil die biologische Filterung noch nicht ausreichend entwickelt ist, um giftige Stoffwechselprodukte abzubauen.

Die gute Nachricht: Der Nitritpeak ist ein normaler Teil des Einfahrens. Mit Geduld, regelmäßigen Messungen und dem richtigen Timing beim Fischbesatz kommst du sicher hindurch.

So entsteht der Nitritpeak

1. Ammonium entsteht

Fischausscheidungen, Futterreste und abgestorbene Pflanzenteile setzen Ammonium bzw. Ammoniak frei.

2. Umwandlung zu Nitrit

Nitrifizierende Bakterien wandeln Ammonium in Nitrit um – das ebenfalls giftig für Fische ist.

3. Der Peak

Etwa 1–2 Wochen nach dem Einrichten steigt der Nitritwert stark an. In dieser Phase ist er lebensgefährlich für Fische.

4. Abbau zu Nitrat

Weitere Bakterien wandeln Nitrit in vergleichsweise harmloses Nitrat um, das Pflanzen und Wasserwechsel entfernen.

Auf einen Blick

Tipps für Einsteiger

Häufige Fragen

Schon geringe Werte können Fische schädigen. Als kritisch gelten Werte ab etwa 0,1–0,2 mg/l, ideal ist ein Wert von 0 mg/l.

Meist einige Tage bis zwei Wochen. Bis die Filterbiologie vollständig stabil ist, vergehen in der Regel 4–6 Wochen.

Ja, z. B. nach einer zu gründlichen Filterreinigung, Überfütterung oder dem Einsatz von Medikamenten. Reinige den Filter daher nur schonend in Aquarienwasser.

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